Zusammenarbeit, Einsatzorganisation und Kommunikation erfolgreich erprobt
Am Samstag, 19. September 2026, fand im Landkreis Kulmbach eine umfangreiche Alarmübung statt. Ziel war es, die Zusammenarbeit zahlreicher Feuerwehren und weiterer Einsatzkräfte bei einer größeren und überörtlichen Einsatzlage unter möglichst realistischen Bedingungen zu erproben.
Neben unserer Freiwilligen Feuerwehr Stadt Gefrees waren die Feuerwehren Lanzendorf, Himmelkron, Gössenreuth, Marktleugast, Stadtsteinach, Harsdorf, Trebgast, Feuln-Waizendorf, Wirsberg und Kupferberg, die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL), ein ABC-Fachberater sowie die zuständigen Feuerwehrführungskräfte des Landkreises Kulmbach beteiligt.
Mit kompletter Fahrzeugkomponente im Einsatz
Unsere Feuerwehr nahm mit der kompletten Fahrzeugkomponente an der Übung teil:
-Mehrzweckfahrzeug (MZF)
-Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20/16)
-Drehleiter DLA(K) 23-12
-Wechselladerfahrzeug mit Kran (WLF-Kran)
-Abrollbehälter Technische Hilfeleistung (AB-THL)
-Wechselladerfahrzeug (WLF)
-Abrollbehälter Wasser (AB-Wasser)
-Löschgruppenfahrzeug (LF 8)
Bereitstellungsräume und Einsatzleitung
Nach der Alarmierung rückten die Einsatzkräfte aus und wurden zunächst in die vorgesehenen Bereitstellungsräume im Großraum Lanzendorf/Himmelkron geleitet.
Die Bereitstellungsräume ermöglichten es, die zahlreichen Einsatzmittel zu sammeln, zu ordnen und bei Bedarf gezielt den jeweiligen Einsatzabschnitten zuzuführen.
Parallel wurde eine Einsatzleitung eingerichtet, über die die Koordination der eingesetzten Kräfte erfolgte. Ein Schwerpunkt lag dabei auf der strukturierten Kommunikation und der Übermittlung von Einsatzaufträgen an die einzelnen Fahrzeuge und Einheiten.
Auch die Einrichtung und Besetzung von Sperrposten wurde im Rahmen der Übung erprobt.
Messfahrten und Lageerkundung
Ein weiterer Bestandteil der Alarmübung waren verschiedene Messfahrten. Die eingesetzten Kräfte erkundeten vorgegebene Bereiche und führten entsprechende Messungen durch.
Die gewonnenen Erkenntnisse wurden anschließend an die Einsatzleitung übermittelt und in die weitere Lagebeurteilung einbezogen.
Übungslage: Gasaustritt an einem LKW
Auf dem Gelände eines ansässigen Unternehmens wurde außerdem ein Gasaustritt an einem LKW simuliert.
Die hierfür eingesetzten Einheiten übernahmen die Erkundung und Abarbeitung der Lage. Unsere Feuerwehr unterstützte dabei mit Material des Abrollbehälters Technische Hilfeleistung (AB-THL).
Zum Einsatz kamen unter anderem Abdichtmaterial, Leckdichtkissen und funkenfreie Werkzeuge, die für die Bewältigung einer solchen Einsatzlage zur Verfügung stehen.
Folgeeinsatz: Verkehrsunfall mit drei eingeklemmten Personen
Eine besondere Herausforderung stellte ein während der laufenden Übung eingespielter Folgeeinsatz dar.
Simuliert wurde ein Frontalzusammenstoß zweier Fahrzeuge mit drei eingeklemmten Personen. Während ein Teil der Einsatzkräfte bereits in die ursprüngliche Übungslage eingebunden war, musste die Einsatzleitung kurzfristig weitere Kräfte und Einsatzmittel koordinieren.
Gemeinsam mit der Feuerwehr Himmelkron wurde die technische Rettung der drei eingeklemmten Personen durchgeführt. Dabei kamen hydraulische Rettungsgeräte zum Einsatz, um eine möglichst schonende Personenbefreiung zu ermöglichen.
Gerade dieser Folgeeinsatz zeigte eindrucksvoll, wie wichtig eine funktionierende Einsatzorganisation und die flexible Koordination der verfügbaren Einsatzkräfte bei größeren Einsatzlagen sind.
Erfolgreiche Zusammenarbeit
Auch Gerhard Schneider, Bürgermeister der Gemeinde Himmelkron, sowie Landrat Jonas Gleich machten sich vor Ort ein Bild von der Arbeit der beteiligten Feuerwehren und Einsatzkräfte.
Die Alarmübung bot allen beteiligten Einheiten die Möglichkeit, die Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg zu trainieren, Abläufe zu überprüfen und wertvolle Erfahrungen für zukünftige Einsatzlagen zu sammeln.
Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Kommunikation, der Einsatzorganisation, der Koordination von Einsatzmitteln und dem Zusammenspiel der verschiedenen Feuerwehren und Einheiten.
Unser Dank gilt allen beteiligten Feuerwehren, Einheiten und Einsatzkräften sowie allen Verantwortlichen für die Vorbereitung und Durchführung dieser umfangreichen Alarmübung.
Gemeinsam üben – gemeinsam helfen.


