Im Rahmen eines realitätsnahen Übungsszenarios führte ein Team unserer Freiwillige Feuerwehr Stadt Gefrees eine umfassende Unwetterübung zum fiktiven Starkregen- und Sturmtief „Emma“ durch. Ziel der Übung war es, insbesondere die Abläufe in der Einsatzleitung, die strukturierte Einsatzübernahme sowie die koordinierte Abarbeitung mehrerer paralleler Schadenslagen zu trainieren.

 

Szenario: Starkregen- und Sturmtief „Emma“

Angenommen wurde eine großflächige Unwetterlage mit Starkregen, schweren Sturmböen und zahlreichen Einsatzstellen im Stadtgebiet und den Ortsteilen. Mehrere Notrufe gingen zeitgleich ein – von vollgelaufenen Kellern über umgestürzte Bäume bis hin zu beschädigten Dächern.

 

Alarmierung und Ausrücken

Nach Eingang der fiktiven Unwetterwarnung erfolgte die Alarmierung der Einsatzkräfte.

-Besetzung des Feuerwehrhauses

-Einteilung der Mannschaft

-Vorbereitung der Fahrzeuge und Gerätschaften

Die ersten Fahrzeuge rückten kurze Zeit später in den definierten Bereitstellungsraum aus.

 

Ankunft und erste Lagemeldung

Nach Eintreffen im Bereitstellungsraum wurde durch die Einsatzleitung eine erste strukturierte Lagemeldung abgesetzt.

Diese umfasste:

-Schadensschwerpunkte im Ortsgebiet

-Anzahl gemeldeter Einsatzstellen

-Priorisierung der Schadenslagen

-Verfügbarkeit eigener Kräfte

Parallel dazu wurde eine Wachbesetzung eingerichtet, um auf mögliche Nachalarmierungen reagieren zu können.

 

Einrichtung der Einsatzleitung

Im Feuerwehrhaus wurde eine örtliche Einsatzleitung eingerichtet.

Hier lag der Fokus auf:

-Koordination der eingesetzten Kräfte

-Dokumentation aller Einsatzaufträge (Doku)

-Funküberwachung und Kommunikation

-Lagekarte und laufende Lagefortschreibung

Die strukturierte Kräfteeinteilung erfolgte nach Prioritäten:

-Priorität 1: Gefahren für Menschenleben

-Priorität 2: Kritische Infrastruktur und Hauptverkehrswege

-Priorität 3: Sachwerte ohne akute Gefährdung

 

Einsatzübernahme und Abarbeitung

Die einzelnen Einsatzstellen wurden durch die Gruppenführer übernommen und eigenständig abgearbeitet. Nach Abschluss der jeweiligen Maßnahmen erfolgte eine Abschlussmeldung an die Einsatzleitung.

 

Typische Übungslagen waren unter anderem:

-Keller unter Wasser

-Baum über Fahrbahn

-Lose Dachteile nach Sturmböen

-Überflutete Straßenzüge

Nach Beendigung eines Auftrages meldeten die Fahrzeuge über Funk wieder:

„Fahrzeug einsatzbereit und verfügbar im Bereitstellungsraum.“

 

Nachalarmierung und Reservekräfte

Im Verlauf der Übung wurde eine fiktive Nachalarmierung simuliert, um das Zusammenspiel weiterer Kräfte sowie die personelle Verstärkung zu testen. Hierbei wurde besonders auf die strukturierte Integration zusätzlicher Einsatzmittel geachtet.

 

Übungsende und Nachbesprechung

Nach Abarbeitung aller angenommenen Einsatzstellen wurde die Übung offiziell beendet. Es folgte eine gemeinsame Nachbesprechung, bei der Abläufe, Kommunikation, Dokumentation und Führungsstruktur reflektiert wurden.

 

Das Fazit der Übung war durchweg positiv:

Die Abläufe in Einsatzleitung, Funkdisziplin, Priorisierung und Dokumentation konnten nicht nur gefestigt, sondern auch weiter optimiert werden. Alle Beteiligten zeigten großes Engagement, und der reibungslose Ablauf unterstrich die hohe Einsatzbereitschaft. In naher Zukunft wird die Übung gemeinsam mit den Ortswehren wiederholt – dann inklusive realer Fahrzeugbewegungen, um den Praxisbezug noch stärker zu gestalten.