Die Modulare Truppausbildung (MTA) bildet die Grundlage für den aktiven Feuerwehrdienst in Bayern. Sie vermittelt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern – unabhängig davon, ob es sich um junge Feuerwehranwärter oder Quereinsteiger handelt – die wichtigsten Kenntnisse und praktischen Fähigkeiten, die für den Einsatzdienst erforderlich sind.

Im Rahmen der Ausbildung der Inspektion I der Landkreis Feuerwehren der Kreisbrandinspektion Bayreuth nahmen in den vergangenen Wochen Feuerwehrdienstleistende aus den Unterkreisen 1 bis 3 an mehreren Ausbildungstagen teil. Darunter waren diese auch bei der Freiw. Feuerwehr Stadt Gefrees zu Gast. Unter der Leitung von Kreisbrandmeister (KBM) Christian Heidenreich und Kreisbrandmeister (KBM) Johannes Geisler wurden sowohl theoretische Inhalte als auch praxisnahe Übungen aus dem Bereich der einfachen als auch der schweren technischen Hilfeleistung vermittelt.

Ziel der Modularen Truppausbildung (MTA) ist es, die Teilnehmer darauf vorzubereiten, grundlegende Tätigkeiten im Feuerwehrdienst sicher auszuführen und als Teil eines Trupps im Einsatzfall zuverlässig zusammenzuarbeiten. Die Ausbildung verbindet dabei theoretisches Wissen mit praktischen Übungen und schafft so eine solide Grundlage für den weiteren Ausbildungsweg innerhalb der Feuerwehr.

Ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung war die Gerätekunde im Bereich der technischen Hilfeleistung. Dabei wurden verschiedene Geräte für die einfache sowie die erweiterte technische Hilfeleistung vorgestellt und deren richtiger Einsatz erklärt. Die Teilnehmer konnten die Geräte nicht nur kennenlernen, sondern auch deren Handhabung in der Praxis üben.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf realitätsnahen Einsatzübungen, bei denen die Teilnehmer unterschiedliche Einsatzlagen bewältigen mussten.

In einer Übung wurde ein auslaufender Gefahrstoff dargestellt. Dabei drohte eine Flüssigkeit über einen Gully in das Kanalsystem zu gelangen. Die Aufgabe der Einsatzkräfte bestand darin, die Einsatzstelle abzusichern, den Brandschutz sicherzustellen und den Gully fachgerecht abzudichten, um eine Ausbreitung des Stoffes zu verhindern.

Eine weitere Übung simulierte einen Verkehrsunfall, bei dem eine Person unter einem Fahrzeug eingeklemmt war. Hier mussten die Teilnehmer die Einsatzstelle sichern, das Fahrzeug stabilisieren und anschließend die Rettung der eingeklemmten Person mit Hebekissen vorbereiten.

Im dritten Szenario galt es, eine unter einem Baumstamm eingeklemmte Person zu befreien. Dabei wurde besonderer Wert auf das sichere Anheben und Stabilisieren der Last gelegt, um eine möglichst schonende Rettung zu ermöglichen.

Für zusätzliche Realitätsnähe sorgten eingebaute Störeinflüsse: Ein bellender Hund, der seinen verletzten Besitzer bewachte, erschwerte zunächst den Zugang zur Einsatzstelle. Gleichzeitig versuchte ein sogenannter „Gaffer“, der als Influencer die Situation mit seinem Smartphone dokumentieren wollte, das Geschehen zu filmen. Auch solche Situationen können leider im realen Einsatz vorkommen und wurden daher bewusst in die Übungen integriert.

Die Modulare Truppausbildung (MTA) stellt damit einen wichtigen Baustein für den Feuerwehrdienst dar. Sie vermittelt grundlegendes Wissen, praktische Fähigkeiten und stärkt gleichzeitig die Zusammenarbeit im Team der Feuerwehrfamilie ganz egal von welcher Landkreis Wehr.

Wir wünschen allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern weiterhin viel Erfolg bei ihrer Ausbildung und bedanken uns für ihr Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr. 🚒